Kooperation mit Arbeitsagenturen: Fokus Bahn NRW informiert über Lokführer/innen-Ausbildung

Die Ausbildung junger Menschen hat für die SPNV-Branche eine hohe Priorität. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels bleibt der Bedarf an qualifizierten Lokführer/innen eine bleibende Herausforderung und die Mobilitätswende kann nur mit engagierten Nachwuchskräften gelingen. Fokus Bahn NRW unterstützt daher die Berufsorientierungsangebote der Arbeitsagenturen und Jobcenter.

Wie wird man überhaupt Lokführer/in? Welche Voraussetzungen muss man erfüllen, um in der Bahnbranche durchzustarten? Ob Berufsanfänger/in oder Quereinsteiger/in: Arbeitssuchende wissen zwar, dass sie im SPNV einen sicheren Arbeitsplatz finden. Doch zum Berufsbild Lokführer/in, den Möglichkeiten einer Qualifizierung und weiteren beruflichen Perspektiven haben sie noch wenig Berührungspunkte. Am Weltfrauentag informierte eine gemeinsame Online-Veranstaltung der Berufsinformationszentren Hagen, Recklinghausen, Bochum und Dortmund in Kooperation mit Fokus Bahn NRW über die dreijährige Ausbildung „Eisenbahner/in im Betriebsdienst“ für Berufseinsteiger/innen.

Informationen über das Berufsbild „Lokführer/in“

In einem Impulsvortrag stellte Fokus Bahn NRW das Berufsbild „Lokführer/in“ vor und gab einen umfassenden Überblick über die Anforderungen an Bewerber/innen, den Bewerbungsprozess, die Qualifizierung und den Berufseinstieg. Insgesamt 13 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten sich zugeschaltet. Sie konnten unter der Moderation von Birgit Lohmann, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Dortmund, im Live-Chat ihre Fragen stellen. Wichtig waren dabei vor allem die Unterschiede zwischen der dreijährigen Ausbildung „Eisenbahner/in im Betriebsdienst“, die besonders für junge Menschen bzw. Schulabsolvent/innen oder Berufseinsteiger/innen interessant ist, und der neun- bis zwölfmonatigen Umschulung als Triebfahrzeugführer/in, die Quereinsteiger/innen mit einer bereits abgeschlossenen Ausbildung neue Karrierechancen bietet. Interessierte Bewerber/innen erhielten dazu auch weiterführende Links zur Kampagnenwebsite der Bahnen in NRW, die neben der Jobkarte mit aktuellen Stellenangeboten beispielsweise auch Video-Dokumentationen zur Umschulung und Hintergrundberichte zur Bahnbranche beinhaltet.

Karriereperspektiven als Kriterium der Berufsorientierung

Weitere Gesprächsthemen waren der Ablauf des Bewerbungsprozesses, die für Lokführer/innen vorgeschriebene medizinische Eignungsuntersuchung, die Ausbildungsvergütung und Einstiegsgehälter. Darüber hinaus erhielten die Teilnehmer/innen weiterführende Informationen zur Vorbereitung auf die Online-Bewerbung und den Online-Test, die vor einem Vorstellungsgespräch stattfinden. Ein weiterer wichtiger Aspekt im Online-Dialog waren Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten nach der erfolgreichen Qualifizierung. „Die Nachfrage nach Lokführerinnen und Lokführerin ist enorm. Und auch wenn wir mit unseren Qualifizierungskursen für Quereinsteiger/innen bereits viele Fachkräfte für den aktuellen Bedarf ausbilden konnten wissen wir, dass wir langfristig und kontinuierlich denken müssen“, so Barbara Tünnemann vom Programmbüro Fokus Bahn NRW. „Mit der EiB-Ausbildung sichern wir heute den Nachwuchs von morgen. Gleichzeitig bieten wir jungen Menschen einen sicheren Arbeitsplatz mit wirklich guten Perspektiven, Entfaltungs- und Gestaltungsraum in einer nachhaltigen Branche.“