Die kontinuierliche Ausbildung von Triebfahrzeugführer/innen sichern

Die Bahnen in NRW und ihre Partner sichern sich in einer unternehmensübergreifenden Selbstverpflichtung die Erstattung von Ausbildungskosten zu.

Triebfahrzeugführer:innen sind eine Berufsgruppe mit hohen Ausbildungskosten. Statt kontinuierlich Fachkräfte auszubilden, suchen viele Eisenbahnverkehrsunternehmen deshalb nur zu bestimmten Zeiten nach neuen Mitarbeiter:innen und der wachsende Mangel an qualifizierten Lokführer:innen wird durch den zyklischen Bedarf bei Betreiberwechseln maßgeblich verstärkt. Vor diesem Hintergrund hat Fokus Bahn NRW eine unternehmensübergreifende Vereinbarung zur Ausbildungskostenerstattung konzipiert. Damit  besteht eine Lösung, die eine kontinuierliche Ausbildung qualifizierter Triebfahrzeugführer/innen sicherstellt und Abwerbeversuche wirtschaftlich weniger reizvoll macht.
 

Bundesweite Impulse gesetzt

Die Vereinbarung, die mittlerweile auch bundesweit Impulse setzt, haben bislang 13 Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW unterschrieben. Mit der Hessischen Landesbahn, der RT&S Lokführer/innen-Akademie GmbH und der SBB Cargo Deutschland sind auch drei Unternehmen der Selbstverpflichtung beigetreten, die nicht Mitglied bei Fokus Bahn NRW sind. Eine Clearingstelle beim Zweckverband Nahverkehr Westfalen-Lippe kann bei Bedarf die Datenerfassung und Abrechnung zwischen den Eisenbahnverkehrsunternehmen organisieren, wurde aber bislang noch nicht in Anspruch genommen. Die Kooperation gestaltet sich problemfrei. Das Projekt „Fokus Ausbildungskostenerstattung“ ist damit abgeschlossen.

Projektleitung

Portrait von Joachim Künzel (NWL)

Joachim Künzel

Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL)

Portrait von Rainer Blüm (Abellio Rail NRW)

Rainer Blüm

Vormals Abellio Rail NRW