Digitale Vernetzung für einen besseren SPNV

Für den klimagerechten Umbau der Mobilität mit dem SPNV als Rückgrat setzt die Brancheninitiative Fokus Bahn NRW auch auf die digitale Vernetzung.

Mehr Zuverlässigkeit auf der Schiene, bessere Anbindungen an den straßengebundenen ÖPNV und Lösungen für die sogenannte letzte Meile: In ihrem gemeinsamen Zielbildprozess diskutieren die Akteur/innen von Fokus Bahn NRW über die Voraussetzungen einer erfolgreichen Mobilitätswende. Dabei gilt es auch, die Möglichkeiten der Digitalisierung auszuschöpfen und eine vernetzte Systemlandschaft als Basis ganzheitlicher Mobilitätskonzepte zu entwickeln.

Auf dem Weg zu einer vernetzten Systemlandschaft

Ein zentrales Projekt der digitalen Vernetzung ist die unternehmensübergreifende Fahrgastinformation, die Fokus Bahn NRW im Projekt Fokus Fahrgast mit den Teilprojekten zuginfo.nrw und SPNV Regiezentrale NRW praktisch weiter vorantreibt. zuginfo.nrw bündelt alle verfügbaren Betriebsinformationen zu lang- und kurzfristigen Verkehrsstörungen auf einer digitalen Plattform – und hebt damit landesweit die Fahrgastinformation auf ein neues Level. Die Übermittlung der Daten erfolgt über verbundübergreifende digitale Services mit standardisierten Schnittstellen aus der SPNV Regiezentrale NRW heraus. Dort arbeiten Mitarbeiter/innen der Eisenbahnverkehrsunternehmen gemeinsam an der Harmonisierung ihrer Verkehrsleistungen und einem koordinierten Störfallmanagement. Beide Teilprojekte sind aus der digitalen und operativen Vernetzungsinitative SPNV im Rahmen der ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW erwachsen.

Operative Vernetzung bei digitalen Projekten

Über die ÖPNV Digitalisierungsoffensive NRW werden kontinuierliche Vernetzungspotenziale im NRW-Nahverkehr realisiert sowie unternehmensübergreifende digitale Projekte von Verkehrsunternehmen, Zweckverbänden, Verkehrsverbünden und weiteren Partnern pilotiert und landesweit ausgerollt. Neue Ticketing-Technologien, die Einführung des eTarifs eezy.nrw sowie flexible und digital vernetzte Mobilitätsangebote wie Ridepooling-Dienste und On-Demand-Verkehre stehen für eine zunehmend vernetzte, digitale Mobilitätslandschaft in Nordrhein-Westfalen. Multimodale Apps wie die mobil.nrw App sind inzwischen erfolgreich am Start und werden im Hinblick auf digitale Kommunikation, Kundendialog und Barrierefreiheit kontinuierlich optimiert.

„Digitale Schiene“ und regionale Systemupgrades

Darüber hinaus unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen die Digitalisierung für einen besseren Bahnverkehr mit mehr als zwei Milliarden Euro in den Jahren 2019 bis 2031. Mit diesen Mitteln soll u. a. der Rollout des Bundesprogramms "Digitale Schiene" im bevölkerungsreichsten Bundesland beschleunigt werden. Zudem steht eine Milliarde Euro für ein Systemupgrade zur Grunderneuerung von Stadt- und Straßenbahnnetzen zur Verfügung. 310 Millionen Euro werden für das Programm "Robustes Netz" gemeinsam mit der Deutschen Bahn investiert. 120 Millionen Euro stehen für On-Demand-Verkehre und 100 Millionen Euro für regionale Schnellbuslinien zur Verfügung. Zudem stellt das Land mit 22,5 Millionen Euro eine neue Förderung zum Aufbau eines Planungsvorrates für notwendige Stadtbahn- und Eisenbahninfrastrukturprojekte bereit.