Lokführerausbildung: Verkehrsminister Hendrik Wüst beim Zukunftsbündnis für den Nachwuchs

Im Rahmen seiner diesjährigen Sommerreise begrüßte NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst 13 angehende Lokführer aus sieben Nationen – unter ihnen Ingenieure, Unternehmer, Anwälte und Lehrer, die zurzeit mit einem speziellen Kursangebot der Stiftung Bildung und Handwerk (SBH West) für die Arbeit im Führerstand fit gemacht werden.

Über die Branchen-Initiative Fokus Bahn NRW unterstützt das Verkehrsministerium die Entwicklung neuer Aus- und Umschulungsangebote, die zukunftsweisende Lösungsansätze für den Lokführermangel schaffen. Hierzu zählen unter anderem innovative E-Learning-Angebote, Modelle unternehmensübergreifender Ausbildung im Verbund und bedarfsgerechte Unterstützungsmodelle und Mentoringprogramme für Quereinsteiger und hochqualifizierte Migranten, die für sich und ihre Familien in Deutschland Perspektiven suchen.

Bedarfsgerechte Modelle für die Zukunft

Mehr als 1.700 Lokführerinnen und Lokführer werden allein im NRW-Nahverkehr in den nächsten fünf Jahren gebraucht. Dann werden 40 Prozent der Mitarbeiter in den Ruhestand gehen. Mehr als 400 Bewerber konnten für die aktuellen Kurse der NRW-Nahverkehrsbahnen gewonnen werden. Weitere 120 Quereinsteiger durchlaufen in diesem Jahr spezielle Qualifizierungsangebote, die unter Federführung des Verkehrsministeriums durch die Brancheninitiative Fokus Bahn intensiv begleitet und ausgewertet werden, um bedarfsgerechte Modelle für die Lokführer-Ausbildung der Zukunft zu entwickeln. Ein wichtiges Element ist beispielsweise der Aufbau von Paten- und Mentoringprogrammen, die den Ausbildungserfolg von Quereinsteigern individuell unterstützen. Die Gemeinschaftsinitiative der NRW-Nahverkehrs-Bahnen wird hierbei durch ein breites Netzwerk von Kooperationspartnern in Arbeitsagenturen, Jobcentern, Bildungsträgern und sozialen Initiativen unterstützt.

Eine einmalige Chance zur Integration

„Deutschland muss wieder Bahnland werden. Das geht aber nur, wenn wir genügend Menschen haben, die wissen, wie man so ein Fahrzeug steuert. Mit dem neuen Pilotkursus sprechen wir ganz gezielt Menschen an, die als Geflüchtete zu uns gekommen sind. Wir bilden neue Lokführer aus – und bieten den Bewerbern eine einmalige Chance der Integration und Weiterbildung“, so Verkehrsminister Hendrik Wüst. Den Kursteilnehmern machte der Minister Mut für die anspruchsvolle Ausbildung: „Sie werden gebraucht, damit unser Land in Bewegung bleibt.“

Starke Partner in der Lokführer-Ausbildung

Die Stiftung Bildung und Handwerk (SBH West) hat ihre Wurzeln in der Handwerkerschaft Paderborns und bietet heute als Partner von Fokus Bahn NRW in Gelsenkirchen, Bonn, Viersen und Paderborn spezifische Unterstützungs- und Schulungsangebote für die Ausbildung von Lokführern nicht deutschsprachiger Herkunft an. Ein weiterer Kurs ist soeben bei der MEV-Lokführerschule in Essen gestartet. 85 hochqualifizierte Bewerber werden in diesem Jahr diese Spezialkurse durchlaufen. Zu den Gesprächspartnerinnen und -partnern von Hendrik Wüst zählten Vertreterinnen und Vertreter, Auszubildende und Ausbilder der SBH, Gäste der Arbeitsagenturen und der Regionaldirektion in NRW sowie aktive Lokführer des NRW-Nahverkehrs, die die neu zugewanderten Migranten als künftige Mitglieder der NRW-Eisenbahnerfamilie willkommen hießen.

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