Fokus gemeinsame Qualifizierung

Ausgangssituation

Der akute Personalmangel, insbesondere im Bereich des Triebfahrzeugführers, stellt die Bahnbranche vor große Herausforderungen. Es fehlt an qualifizierten Bewerbern.

Hohe Abbruchquoten unter Auszubildenden und Umschülern sind eins der größten Probleme der Lokführer/innenausbildung. Die Ursachen dafür sind vielfältig: Es fehlt an qualifizierten Bewerbern, aber auch an zielgruppengerechter Rekrutierung und dementsprechend ausgerichteten Ausbildungsangeboten.

Um geeignete Zielgruppen für den Lokführerberuf zu identifizieren und zu gewinnen, neue Ansätze wie ausbildungsbegleitende Mentorenprogramme zu entwickeln und Kooperationsmöglichkeiten mit Institutionen und Dienstleistern innerhalb und außerhalb der Branche zu erschließen, bündeln die Bahnunternehmen nun ihre Kräfte. Daneben gilt es, den Erfahrungsaustausch zu intensivieren und einheitliche Ausbildungsstandards zu schaffen, um so die Kapazitäten der Unternehmen gemeinsam nutzen zu können.

Projektleitung

Portrait von Heinrich Brüggemann (Verkehrsministerium NRW)

Heinrich Brüggemann

Verkehrsministerium NRW

Portrait von Carolin Beer (DB Regio NRW)

Carolin Beer

DB Regio NRW

Portrait von Henning von Schnakenburg (National Express)

Henning von Schnakenburg

National Express

Uwe Mewitz

Keolis

Zielsetzung

Ausbildungseffektivität steigern

Nur gemeinsam gelingt es, die Ausbildung in der Bahnbranche effektiver zu gestalten. Eine Vernetzung der EVU sowie eine zielgruppenspezifische Aussteuerung der Inhalte sollen den Grundstein dafür legen.

Gemeinsame Qualifizierungsaktivitäten

Ziel ist es, die Qualität der Ausbildung durch zielgruppenspezifische Maßnahmen zu erhöhen und damit einhergehend auch die Bewerberzahlen. Langfristig wird zudem daran gearbeitet, die unterschiedlichen Ausbildungsstandards der EVU auf eine Stufe zu heben.

Vorgehen

Mit den beschriebenen Zielen vor Augen verfolgen die Akteure im Projekt Fokus gemeinsame Qualifizierung eine schrittweise Erhöhung der Ausbildungs- und Umschulungszahlen in der Bahnbranche. Dabei rücken auch Angebote für Berufswiedereinsteiger, Frauen und fremdsprachige Bewerber/innen stärker in den Fokus. Ein weiterer Aspekt ist die Gewinnung neuer Kooperationspartner wie Arbeitsagenturen oder Jobcenter und Regionalagenturen.

Aktuelle Arbeitspakete

  • Gestaltung einer Austauschplattform zur Vernetzung der EVU untereinander
  • Vernetzung mit Kooperationspartnern wie der Arbeitsagentur
  • Vertiefung der Zielgruppenanalyse für ein effektiveres Recruiting, insbesondere für Migranten, Berufswiedereinsteiger und Frauen

Erreichte Meilensteine

  • Q2/2019

    Erfolgreiche Vernetzung mit Arbeitsagenturen, Regionalagenturen und Bildungsträgern

  • 10.07.2019

    Erweiterung Projektleitung

  • Q3/2019

    Livegang Austauschplattform

  • 16.09.2019

    Zielgruppen-
    workshop "Frauen im Führerstand"

  • November 2011 bis Januar 2020

    Onlineumfrage „Lokführer – ein Frauenberuf?“

Nächste Schritte

  • TBA

    Pilotprojekt: Ausbildung für Dritte

  • TBA

    Weitere Vernetzung mit potenziellen Partnern

  • März 2020

    Start Pilotkurse für Migranten inkl. vorgeschaltetem Sprachkurs bei der SBH

  • TBA

    Aufsatz Mentoringprogramm