Fokus Bahn NRW zieht erfolgreiche Bilanz: Wenn Wettbewerber Partner werden

Fachkräftemangel, wachsende Betreibervielfalt und ein rasanter Infrastrukturausbau: Mehr als zwei Jahre ist es her, dass sich in der Initiative Fokus Bahn NRW Wettbewerber als Partner zusammengeschlossen haben, um das System Schiene zu stärken und Herausforderungen im SPNV gemeinsam anzugehen. Nun kann das Landesprogramm unter Federführung des NRW-Verkehrsministeriums auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurückblicken.

Miteinander sichert Zukunft der Bahnbranche

Was 2017 mit der Agenda Bahnen zunächst als gemeinsames Commitment begann, hat sich mit Fokus Bahn NRW als starkes Bündnis der Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen im SPNV etabliert. Die Brancheninitiative unter Federführung des NRW-Verkehrsministeriums hat sich auch in Coronazeiten bewährt: Trotz Pandemie sicherten die Akteure in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit nicht nur die Mobilität in NRW, sondern mit koordinierten Maskenkontrollen auch die Sicherheit im SPNV. Darüber hinaus konnte die Qualifizierung neuer Triebfahrzeugführer/innen fortgesetzt und verbessert werden.

Im Schulterschluss für eine starke Schiene

  • Fokus Bahn NRW: Leistungsbilanz 2019/2020

    Die Leistungsbilanz von Fokus Bahn NRW ist als aufgeschlagenes Magazin zu sehen. JETZT DURCHBLÄTTERN
  • Startschuss für ein neues Miteinander

    10 EVU, 3 Aufgabenträger und das Land NRW

    2019 startete das erste Kapitel von Fokus Bahn NRW: Zehn Eisenbahnverkehrsunternehmen und die drei Aufgabenträger NWL, NVR und VRR vereinbarten eine betreiberübergreifende Zusammenarbeit unter Federführung des Verkehrsministeriums. In fünf Teilprojekten stellen sich die Akteure den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen im System Schiene.

    Zu den Projekten
  • „Fokus Bahn NRW bündelt die gemeinsame Arbeit der Bahnbranche mit dem Ziel, die Qualität im nordrhein-westfälischen SPNV zu optimieren. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor dabei ist das aktive Engagement aller Beteiligten."

    Joachim Künzel (NWL)

  • Ausbildungskostenerstattung setzt neuen Maßstab

    Gemeinsam für kontinuierliche Ausbildung

    Geschäftsführer der Eisenbahnverkehrsunternehmen in NRW bei der Unterzeichnung der Ausbildungskostenerstattung

    Zur Schaffung stärkerer Anreize für die Ausbildung von Lokführer/innen, auch über den eigenen Bedarf hinaus, vereinbaren die zehn am Programm beteiligten Eisenbahnverkehrsunternehmen die gegenseitige Erstattung von Ausbildungskosten bei Unternehmenswechseln. Das Abkommen schafft mehr Fairness im brancheninternen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt. Über die Spartengrenzen hinweg schließen sich später auch Unternehmen des Güterverkehrs dem Abkommen an. Dem Vorbild NRWs folgen schnell weitere Bundesländer.

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  • Akteure verbessern Branchenimage

    60.000 Interessenten auf bahnen.nrw

    Lokführer Marcus hält einen Vortrag über seinen Beruf.

    Ein wichtiges Ziel der Initiative: Die Bahnen in NRW als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren. 2018 startete mit „Dieser Job ist der Hit“ die erste gemeinsame Arbeitgeberkampagne einen Dialog zwischen Arbeitnehmer/innen und Unternehmen. 2019 folgte das Format „Cockpit Karaoke“ – in sechs Video-Episoden berichteten Lokführer/innen aus NRW über ihren Job im Führerstand.

  • Fokus Bahn NRW fördert Frauenpower im Führerstand

    Raus aus der Männerdomäne

    Zwei Frauen stehen auf Siemens-Werkgelände vor einem RRX-Zug. Die eine Frau lächelt und streckt den Daumen hoch, die andere flext ihren Oberarm.

    Noch immer wird der Karriereweg im Führerstand als Männerdomäne gesehen – das bestätigen laut Umfrage von Fokus Bahn NRW über 90% der Befragten. Deswegen setzt Fokus Bahn NRW auf mehr Sichtbarkeit für den Beruf: Insbesondere Wiedereinsteigerinnen nach der Elternzeit oder einer längeren Pause im Berufsleben bewerten den Beruf als Lokführerin als sehr attraktiv.

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  • SPNV-Regiezentrale NRW und zuginfo.nrw

    Optimierter Austausch in Störfällen

    Ein Mann sitzt vor mehreren Bildschirmen in der SPNV-Regiezentrale.

    In der Betriebszentrale von DB Netz in Duisburg entsteht die SPNV-Regiezentrale NRW. Hier sorgen derzeit rund 40 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von Abellio, DB Regio NRW, Keolis und National Express für einen direkten Austausch bei Störungsfällen und sichern eine schnelle, zuverlässige Fahrgastinformation. Auch die Webplattform zuginfo.nrw ist Ergebnis dieser Zusammenarbeit. Im Laufe des Jahres wird das Team um weitere 10 Kollegen und Kolleginnen wachsen. Hier zeigt sich: Das Projekt hat bundesweit Modellcharakter.

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  • „Das System Schiene funktioniert nur, wenn alle Betreiber im Sinne ihrer gemeinsamen Kunden zusammenarbeiten. In der Regiezentrale tauschen sich die Eisenbahnverkehrsunternehmen permanent aus, um einen stabilen Betrieb und eine verlässliche Fahrgastinformation sicherzustellen.“

    Georg Seifert (VRR)

  • Zusammenarbeit bewährt sich in Coronazeiten

    Gemeinsam durch die Pandemie

    Am Gleis fährt ein grüner Zug vorbei. An einem Plakat hängt ein Schild von Mobil NRW, dass zum Maskentragen aufruft.

    Der Zusammenhalt der Bahnbranche in NRW stärkt auch in Coronazeiten das System Schiene: Abgestimmte Sonderfahrpläne, Gemeinsame Fahrgastinformationen, unternehmensübergreifende Sicherheitsarbeit sowie landes- und bundesweite Schwerpunktkontrollen zur Maskenpflicht können durch die intensive Zusammenarbeit erfolgreich koordiniert werden.

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  • Zentrale Schnittstelle bündelt Kommunikation

    Stabsstelle Fokus Bahn NRW

    Karin Paulsmeyer und Barbara Tünnemann sitzen an einem Konferenztisch.

    Kurz nach dem ersten Lockdown wird mit der Stabsstelle Fokus Bahn NRW im Verkehrsministerium die organisatorisch zentrale Schnittstelle für die Zusammenarbeit von Eisenbahnverkehrsunternehmen und Aufgabenträgern noch einmal verstärkt. Sie dient auch als Basis für eine landesweite, gemeinsame Kommunikation im Rahmen der Coronapandemie.

    Interview mit der Stabsstellenleitung
  • 500 Vorstellungen pro Monat

    Das zentrale Bewerberportal geht an den Start

    In vielen Branchen herrscht Einstellungsstopp – nicht so bei den Bahnen in NRW. Auch in Pandemiezeiten werden das Recruiting fortgesetzt und Umschulungsangebote für Lokführer/innen in digitalen Formaten fortgeführt. Interessierte können sich online über die Jobkarte seit Juli 2020 zentral bei allen Bahnunternehmen in NRW vorstellen. Monatlich werden so durchschnittlich 500 Bewerber/innen gewonnen.

    Zur Kampagnenwebsite
  • FokusBahnNRW etabliert neue Formate

    Fortschritt in der Krise

    Fokus Bahn NRW reagiert auf (pandemiebedingte) Entwicklungen am Arbeitsmarkt und bietet durch gezielte Informations- und Umschulungsangebote sowie Online-Dialoge Arbeitskräften aus besonders betroffenen Branchen wie Einzelhandel, Gastronomie, Tourismus oder Luftfahrt eine sichere Perspektive

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  • Neue Perspektiven für Migrant/innen

    Ausbildungskapazitäten um 30 Prozent erhöht

    NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst steht mit zwei Telnehmern des Umschulungskurses an einem Fahrsimulator.

    Ein Ausbildungspaten- bzw. Mentorenprogramm, fachbasierte Sprachkurse für Migrant/innen sowie Fernlehrgänge für die theoretische Lokführer-Ausbildung bilden zentrale Pilotprojekte für die Entwicklung zukünftiger Ausbildungsformate. Die Ausbildungskapazitäten werden um 30 Prozent gesteigert.

    Zukunftsbündnis für den Nachwuchs
  • „Die Bahnbranche ist ideal für Quereinsteiger, sie steht für Aufstiegschancen und sichere Arbeitsplätze. Wir verbessern die unternehmensübergreifende Ausbildung und die Vernetzung. So können wir eine kontinuierliche Personalnachführung gewährleisten und neue Zielgruppen für den Triebfahrzeugführerberuf gewinnen."

    Henning von Schnakenburg (NX)

  • @FokusBahnNRW

    Twitter-Account erweitert den Dialog

    Hände halten ein Smartpone, zu sehen ist das Twitterprofil von Fokus Bahn NRW.

    Fokus Bahn NRW intensiviert den Branchendialog über die Programmgrenzen hinaus. Mit dem neuen Twitter-Account @FokusBahnNRW startet ein gezielter Austausch mit Stakeholdern und Meinungsbildnern in der bundesweiten Mobilitätsbranche. Die Zukunftsfähigkeit des Nahverkehrs auf der Schiene setzt auf vernetzte Mobilität.

    Zum Twitterprofil
  • Landesprogramm baut sein Netzwerk aus

    Die Verkehrswende im Fokus

    Mehr Züge, mehr Verlässlichkeit, mehr Komfort und bessere Informationen: Fokus Bahn NRW bereitet den SPNV auf die Zeit nach der Pandemie vor. Mit der Verkehrswende als Ziel heißt es für das Netzwerk der Branchenpartner nun: besser werden, um Fahrgäste für die Schiene zurückzugewinnen. Die erfolgreichen Ansätze zu einer unternehmensübergreifenden Fahrgastinformation werden ebenso verstetigt wie die neuen Formate zur kontinuierlichen Personalgewinnung. Mit der TRI Train Rental GmbH gewinnt Fokus Bahn NRW ein weiteres Mitglied.

  • „Wir haben eine starke Branchengemeinschaft aufgebaut und im gemeinsamen
    Schulterschluss viel bewirkt. An diese Zusammenarbeit wollen wir 2021 anknüpfen, unser Netzwerk erweitern und die notwendigen Umstrukturierungen in der Branche bewältigen.“

    Joachim Künzel (NWL)